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Was ist Kunsttherapie?

Kunsttherapie gehört neben Musik- und Tanztherapie zu den kreativen Therapien.

Sie ist ein psychotherapeutisches Verfahren, bei der man in der Therapiestunde etwas gestalten kann. Die Kinder und Jugendlichen können beispielsweise malen, zeichnen oder töpfern. Ich schaue mir dann mit ihnen gemeinsam „ihr Werk“ an und gebe eine Rückmeldung zu dem, was ich wahrnehme. Dabei bewerte ich nicht, sondern gebe nur meinen Eindruck wieder. Ganz neutral.

Die Heranwachsenden können sich hierbei mit allem zeigen, was ihnen wichtig ist. Dadurch werden in ihnen Prozesse angeregt, die ihnen helfen können sich besser zu fühlen.

Es geht nicht darum, dass man malen können muss. Es geht vielmehr darum, dass sie lernen, ihre Gefühle auszudrücken. Ausdruck lindert Druck. Oft fehlen die „richtigen Worte“. Dann kann es helfen, wenn Sie ihre Gefühle malen können.

Die Seele kennt den Weg und sie kann ihn wunderbar mit Farben und Formen zeigen.

Verborgene Gefühle werden greifbar und die Kindern lernen, ihre unbewussten „inneren Bilder“ auszudrücken.


Was macht man in der Kunsttherapie?

In der Kunsttherapie-Stunde fängt der Heranwachsende an, etwas zu gestalten, gegebenenfalls mit Anregungen des Therapeuten. Man könnte auch eine Meditation anleiten und der „Klient“ gestaltet, was er in der Meditation gesehen hat. Anschließend beginnt er ganz entspannt zu malen. oder zu töpfern. Je nachdem, was er gerne mag.

Wenn der Klient ein Thema hat, was ihn gerade sehr beschäftigt, zeigt es sich von ganz alleine in seinem Bild. Das ist wie ein Dialog mit dem Unterbewusstsein. Mit etwas Abstand betrachtet, sieht das Bild ganz anders aus, als das innere Bild in seinem Kopf. Seine Ideen fließen vom Kopf durch den Arm in seine Hand und aufs Papier. Das kann den Heranwachsenden schon sehr entlasten, denn wenn man ins Handeln kommt, verändert sich etwas in einem. Es stärkt einen.

Spielerisch und ohne Leistungsdruck lernt der Klient im geschützten Raum sich künstlerisch auszudrücken.

Dabei können Handlungsalternativen für schwierige Situationen ausprobiert und später im Alltag übernommen werden. So können neue Verhaltensweisen integriert werden.

Kunsttherapie „funktioniert“ über das Unbewusste. Durch das Gestalten gelangt man an die inneren Bilder. Diese werden in einer kunsttherapeutischen Stunde fast wie von alleine sichtbar. Wenn man ein Bild vor sich sieht, kann man leichter darüber reden was einen bewegt und neue Erkenntnisse gewinnen.

Als Kunsttherapeut/in sieht man zusätzlich Dinge in der Gestaltung, die dem Klienten sonst nicht bewusst sind. Der Therapeut macht sanft darauf aufmerksam und kann damit unterstützen.

Für viele ist es schon eine Entlastung in einer schwierigen Situation einfach zu gestalten. Wenn man dazu noch ein Gegenüber hat, mit dem man seine Arbeiten besprechen kann, wird vieles klarer.

Beim Gestalten kommt man ganz zu sich, wird ruhiger und kann entspannen, loslassen.

Das kann sehr wohltuend sein und genauso anregend wirken, Heilungsprozesse anstoßen und Lösungswege öffnen.


Welche Ziele hat Kunsttherapie?


  • Selbstbewusstsein zu stärken

  • lernen Gefühle auszudrücken

  • die Umwelt und schwierige Situationen künstlerisch darzustellen

  • in Kontakt mit sich und anderen Menschen kommen

  • sich mit Bildern leichter ausdrücken können

  • Selbstheilungskräfte zu aktivieren

  • Lebensfreude zu stärken

  • zu entspannen


Vorteile der Kunsttherapie speziell bei Kindern:


  • Sie erlaubt es Kindern, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken.

  • Hierbei fühlen sie sich sicher und gehört.

  • Die Kunsttherapie fördert die Integration psychologischer, körperlicher und sozialer Aspekte.

  • Sie hilft, das Selbstbewusstsein zu erhöhen.

  • Sie hilft Kindern, mit ihren Problemen fertig zu werden und bessere Entscheidungen zu treffen.

  • Die Kunsttherapie fördert Entdeckungen und steigert die Kreativität.

  • Sie verbessert Funktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis und räumliche Orientierung.

  • Die Kunsttherapie verbessert die motorischen Fähigkeiten.

  • Sie verbessert die Sprache.

  • Die Kunsttherapie fördert die Selbstwahrnehmung.

  • Sie hilft Kindern, besser in Gruppen zu arbeiten.

  • Sie fördert die Kommunikation.










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